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Hilfe, mein Computer spinnt!

 

PC-Sicherheit und ihre geistlichen Analogien

"Computervirus legt Millionen von Computern lahm!" - Solche oder ähnliche Meldungen haben sicherlich viele PC-Anwender schon hochschrecken lassen. "Wie gut ist mein PC geschützt, worauf muss ich achten?", wird sich da mancher fragen.

Wer allein mit Gottvertrauen dieses Problem zu lösen versucht, sollte konsequenterweise alle Schlösser aus Türen ausbauen und
Gitter von Fenstern entfernen lassen.

Auch wenn es keine 100-prozentige Sicherheit gibt, so kannst Du
durch Beachtung der folgenden Punkte die Sicherheit bzw. den Schutz Deines PCs, mit dem Du auf das Internet zugreifst, erhöhen.


Bildquelle: www.seeaps.com


1. Aktualität des Betriebsystems

Aktualität ist bei der PC-Sicherheit ein wichtiger faktor. PC-Betriebsysteme wie Windows und Linux bieten sog. Online-Updates an, mit denen man, insbesondere nach der Aufdeckung von Sicherheitslücken, das Beriebsystem und z.B. Internet-Browser wie den Internet Explorer per Internet auf den aktuellen Stand bringen kann, sodass der PC gegen Angriffe besser geschützt ist. Diese Funktion wird von manchen kritisch betrachtet, da sie die Frage aufwirft, inwieweit man dem Hersteller vertrauen kann und er die Updates nicht dazu missbraucht, die Rechner der Anwender auszuspionieren und die gefundenen Informationen für eigene Zwecke zu nutzen. Diese Frage ist berechtigt, doch muss man sich eingestehen, dass man dies als Einzelperson oder Laie nicht wirklich überprüfen kann, sondern staatlichen Stellen überlassen muss, die die Hersteller auf Einhaltung des Datenschutzes überprüfen. Es ist eine Frage der Risikoabwägung: Laufe ich Gefahr, vom Hersteller des Betriebsystems ausspioniert zu werden, oder setze ich mich lieber der Gefahr aus, von einem unbekannten Hacker ausspioniert zu werden, weil ich
das Online-Update nicht eingespielt habe?

Im Vergleich zu unserem Leben als Christen könnte man sagen: der Glaube von gestern
reicht für das heute nicht aus. Wir brauchen immer wieder einen "Refresh" bzw. ein "Online-Update".
Diese Rolle kann z.B. die Stille Zeit, der Gottesdienstbesuch, die Teilnahme an einem Hauskreis u.a. spielen.

Links zur Beriebsystemaktualisierung von Microsoft Windows:
Windows Update http://v4.windowsupdate.microsoft.com/de/default.asp
Microsoft Update http://update.microsoft.com/microsoftupdate/v6/default.aspx?ln=de

 

2. Aktueller Virenscanner

Wer seinem PC kein "streng klösterliches Dasein" verordnet, sondern ihn mit der Welt über Internet, Disketten, CDs, DVDs oder USB Sticks in Verbindung bringt, der setzt ihn der Gefahr aus, mit Viren, Würmern, Trojanern und Spams verunreinigt, durch Adwares, Spywares ausspioniert, und durch Phishing, ausgeraubt zu werden. Um das zu verhindern, benötigt man zunächst einen aktuellen Virenscanner, der auch die neuesten Viren erkennt und beseitigt.
Vereinfacht kann man sagen, dass Viren Programme sind, die sich an bestehende Dateien anhängen. Beim Aufruf dieser Programme werden sie ausgeführt und richten dabei Schaden auf dem eigenen PC an, indem sie z.B. Dateien löschen oder verändern. Eine Sonderform sind die Makroviren, die sich als Makros in Word-, Excel- oder sonstigen Dokumenten einnisten. Während sich Viren nur weiter verbreiten, wenn man die infizierten Dateien an andere weiter gibt, sind Würmer eigenständige Programme, die sich selbst weiter verbreiten - ein Wurm versendet sich selbst z.B. an alle Adessen des E-Mail-Adressbuchs. Einem Trojaner ist vermutlich jeder schon begegnet, ohne es zu wissen. Er tarnt sich meistens als Programm mit irgendeiner netten Funktion. In Wahrheit öffnet er jedoch ein Tor (Port) auf dem PC, so dass ein fremder PC bei einer Verbindung mit dem Internet die Kontrolle über den PC übernehmen und diesen auspionieren kann. Das Diebesgut sind Passwörter, TANs, PINs oder sonstige vertrauliche Daten.
Immer wieder zur Weihnachtzeit erhält man von Freunden ein Programm, das auf dem Bildschirm einen Weihnachtsmann zeigt, der auf dem Klavier einen bekannten Weihnachtssong spielt - was er wohl sonst noch macht?
Da jeden Monat mehrere hundert neue Viren oder Varianten von Viren auftauchen, kann man leicht einsehen, dass nur ein aktueller Virenscanner Schutz bietet.

Als Christen leben wir in der Welt, sind aber nicht von der Welt. Eine Infizierung mit "Halbwahrheits-Viren" können vermeiden, indem wir uns kritisch mit aktuellen Zeitströmungen auseinander setzen und sie anhand der Wahrheit aus Gottes Wort prüfen. Wer ungeprüft dem Zeitgeist folgt, agiert als "Wurm", der durch seinen Lebensstiel Unwahrheit verbreitet, oder er ist gar einem "Trojaner" mit dem Namen "Geld", "Erfolg" oder "Arbeit" aufgesessen, der sein Leben beherrscht.

Links zu den bekanntesten Virenscannern:
Kaspersky Antivirus http://www.kaspersky.com/de/
McAfee AntiVirus http://de.mcafee.com/
Symantec (Norton Antivirus) http://www.symantec.com/region/de/
Auch eine kostenlose Variante für Privatanwender:
AntiVir Personal Edition (aus Nürnberg) http://www.free-av.de/antivirus/allinoned.html

Links zu einigen Schutzprogramme gegen AdAware, Spyware, Spam und Phishing:
Ad-Aware vom Lavasofthttp://www.lavasoft.de/
AntiSpyware vom Microsoft http://www.microsoft.com/athome/security/spyware/software/default.mspx/
Spy Sweeper vom Webroot http://www.webroot.com/de/
SpamFighter http://www.spamfighter.com/Lang_DE/

 

3. Falschmeldungen bzw.eine Hoax erkennen

Zeitungsenten sind allen bekannt. Bei Viren nennt man so etwas Hoax. Wer die meist Panik verbreitenden Meldungen befolgt und die darin angegebenen Dateien löscht, die angeblich Viren sein sollen, kann das Betiebsystem selbst zerstören. Wer z.B. die Datei JDBGMGR.EXE dargestellt mit Bären-Icon, aufgrund einer solchen Meldung gelöscht hat, dem wurde wahrlich ein Bär aufgebunden. Angst war noch nie ein guter Berater. Im Zweifelsfall sollte man vor unüberlegten Aktionen die Richtigkeit einer Warnmeldung überprüfen,
z.B. beim Hoax-Service der TU Berlin.

Ob ein Leben als Christ, das durch Angst vor der Welt geprägt ist, zum richtigen Ziel führt?

Links zum Hoax-Service der TU Berlin
Hoax-Service der TU Berlin http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax.shtml

 

4. Contentfilter (Kinderschutz)

Wer sich und andere vor unerwünschten Inhalten aus dem Internet schützen möchte, kann einen sog. Contentfilter auf seinem PC installieren. Gut arbeiten Contentfilter, die mit Positiv- und Negativlisten arbeiten. Den besten Schutz bieten dabei Positivlisten, in denen man jede einzelne Internetseite einträgt, die aufgerufen werden darf. Das ist sehr unkomfortabel, wird oft als zu einengend empfunden, ist aber sehr sicher. In Negativlisten bzw. Blacklists sind alle Internetseiten eingetragen, die nicht aufgerufen werden dürfen. Solche Listen zu aktualisieren, würde eine Einzelperson überfordern. Daher gibt es Anbieter, die gegen eine Jahresgebühr täglich aktuelle Listen anbieten. Ein Contentfilter, der nur aufgrund von Wortanteilen in der Adresse der Internetseite den Aufruf dieser Seiten verhindert, ist wenig sinnvoll. Er würde z.B. auch den Aufruf der Stadt Sussex verhindern, wenn man das Wort "Sex" gesperrt hat.
Ein großer Nachteil des Einsatzes von Contentfiltern ist, dass diese - besonders bei einer langsamen Internetverbindung - den Betriebsystem erheblich verlangsamen.

Contentfilter sind wie Gesetze. Sie defienieren was erlaubt ist und was nicht ist. Dass Menschen eine spezielle Begabung haben, Gesetzeslücken zu finden, ist uns bekannt - das ist auch bei Contentfiltern nicht anders. Wenn wir das Gebot der Liebe in uns tragen, werden "Contentfilter" (Formnen der Gesetzlichkeit) überflüssig.

Links zu Contentfilterangebote
McAfee (InternetSecuritySuite) http://de.mcafee.com/
Symantec (Norton Internetsecurity) http://www.symantec.com/region/de/

 

5. Firewall und VPN

Wer seine PC über längere Zeit mit dem Internet verbunden lässt, sollte eine Firewall installieren. Eine Firewall kann den Datenstrom vom und zum Internet nach verschiedenen Kriterien überprüfen. Eine NAT-Firewall (die meißten DSL-Router haben sie) verbirgt nur den PC bzw. ein PC-Netzwerk vor dem Internet und bietet nur eingeschränkten Schutz. Umfangreichere Prüfungen führt eine Stateful Inspection Firewall durch. Die Firewall soll verhindern, dass unberechtigte Personen aus dem Internet auf den PC zugreifen oder ausspionierte Daten vom PC ins Internet versenden. Firewalls gibt es als Software zur Installation auf dem PC oder als eigenständiges Gerät, das dann auch mehrere PCs schützen kann.
Einige Firewalls bieten die Möglichkeit, eine verschlüsselte abhörsichere Verbindung mit einem anderen PC, z.B. der Firmenzentrale, aufzubauen, um den Zugriff auf die Daten und die Ressourcen der Firmenzentrale zu ermöglichen. Man bezeichnet dies als VPN-Tunnel oder Virtual Private Network. Für einen Außenstehenden, der die Kommunikation zwischen den beiden mithört, mag dies wie Babygeklapper klingen, doch die beiden könnten die tiefsten Gedanken austauschen, ohne dass ein Fremder erahnt, um was es geht - es sei denn, einer der beiden teilt dem Fremden den Schlüssel zur Entschlüsselung der Nachricht mit. Manchmal setzt einer der beiden auch nur ein seufzendes Help über diesen VPN-Tunnel ab und wird danach mit vielen neuen Gedanken und Ermutigungen aus den schier unendlichen Ressourcen der Firmenzentrale überschüttet.

Die Heilige Schrift ist auch eine Art "Firewall"; wenn wir Worte der Bibel verinnerlichen und unsere Gedanken mit ihnen tränken, bewahren sie uns davor, dass widergöttliche Gedanken von uns Besitz ergreifen. Die Sprachengabe (oder "Zungenrede"; vgl. 1.Kor 12,10; 14,2ff.) kann mit einem VPN-Tunnel verglichen werden, denn auch sie kann von Fremden nicht entschlüsselt werden.

Wer die genannten Punkte beachtet, ist so geschützt wie ein Autofahrer, der sich an die Verkehrsregeln hält. Ein Unfall ist dennoch nicht ausgeschlossen, aber man hat sein Möglichstes getan, und alles Weitere liegt in Gottes Hand.

Links zu Firewall und VPN:
Sygatehttp://www.sygate.de/
Zyxel http://www.zyxel.de/
Hier auch noch eine kostenlose Software-Firewall für Privatanwender:
Zone Alarm http://www.zonelabs.com/store/content/home.jsp?lang=de&ctry=DE

Weitere nützliche Links zum Thema Computersicherheit:
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) http://www.bsi.de/
BSI für Bürger http://www.bsi-fuer-buerger.de/
Heise Security http://www.heise.de/security/
Arbeitsgruppe Identitätsschutz im Internet https://www.a-i3.org/

Und wenn Du mal weitere Hilfe am Computer benötigen solltest, dann kannst Du mir gerne eine Email senden. Vielleicht können wir das Problem gemeinsam besser lösen...

Mit herzlichem Gruss

Ernö

Kontakt: Erno

Quelle: Geis, Bernhard . Hilfe, mein Computer spintn!. Aus dem Zeitschrift Come, Nr.1, Oktrober 2002,
Come-Medienservice GmbH. Postfach 2889, D-58478 Lüdenscheid
bzw. Artkel ergänzt mit eigenen Gedanken und mit weiterführenden Links, Ernö Süveges, 2006



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und Du bist mein .
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